“Lieb Blümelein,

sollst glücklich sein,

sollst blüh’n, Dein Glück soll dicklich sein,

so dick wie’s Blatt der Anemone,

so groß wie jene Weltmelone,

in der wir planschen, Tag und Nacht,

und woll’n dem Tod die Krallen zieh’n-

ich küss’ Dich zu St. Valentin”

Ach ja :

Unbedingt ansehen : “Der Meister und Margarita”, inszeniert von Wolfgang Engel, am Schauspielhaus Dresden- sehr, sehr gut!

Die Dreharbeiten zu “Münchhausen” in der Residenz Ludwigsburg sind extrem kalt – Schlösser werden nicht geheizt, die werden bestaunt.

Ein äusserst entspanntes Team macht das Ganze zum Vergnügen.  Ich komme zum Schluss, die Menschen des Barock oder Rokoko oder Barockoko oder Rock’nRockoko, hatten eine Menge Lust am Leben.

Die Perücken alleine!! Man kann Haustiere drin beherbergen – ohne Hundesteuer oder so’n Quatsch. Dazu kommt- ganz wichtig- man wusste noch nicht alles.

Das ist heute zwar immer noch genau so ( eher Weniger weiss man ) , nur gibt es Keiner mehr zu.  Jeder weiss al-les. Und zwar besser.

Das liegt am Klimawandel  und an “El niño” .

Vielleicht wird die Residenz Ludwigsburg deshalb nicht beheizt – die rechnen mit der Klimaerwärmung, nur : wann zum Teufel ist die denn da?

Schlimm genug, dass sich das Klima erwärmt, aber jetzt stagniert das Ganze.

Dem “einfachen Volk” ging es damals so lala…

Das hat sich allerdings geändert.

Wie das Klima.

 

…leider.

Ich hätte gedacht, er mache Ausnahmen.

Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, Vadim als meinen Vater im 90-Minüter ( scheussliches Wort, schreckliches Deutsch, wird nicht ins Protokoll genommen , bitte) von “Soko Kitzbühel” im vergangenen September kennenzulernen. Ich glaube, er ist mein Lieblingsvater.

Nach Drehschluss wechselten wir den einen verschwörerischen Blick, der uns stets im “Sporthotel Riesch” enden liess. Dort sah man uns gerne, mich, weil ich klasse aussah, und Vadim, weil man ihn kennt ( und er dazu noch klasse aussah ). Wir bekamen immer einen Tisch, auch wenn es schier nicht zu machen war…

Wir saßen draussen und direkt an der Strasse. Vadim pflegte zu sagen : “Das machen die extra. Damit man uns sieht”.

Ich mochte meinen Vater sofort. Nach achtundvierzig Jahren.

Der Weisswein im “Riesch” ist herrlich! Das liegt bestimmt an den vielen Sportlern im “Sporthotel”.

Ich muss es zugeben : die Abende mit Vadim Glowna waren das Bemerkenswerteste an Kitzbühel. Ich fand den Ort irrsinnig traurig. Weiss auch nicht, ich sah lauter unglückliche Gesichter ( auch mächtig aufgedunsen – das kommt vom Bergklima ) die in kolossalen Karossen die engen Strassen quälten , das der Rollsplit nur so flirrte.

“Kitz” eben.

Ich erzählte Vadim von meiner Beobachtung. Er sagte: ” Ah ja? Also…hier ist es doch ganz nett” Er meinte unsere abendliche Feierstunde- und hatte Recht.

Es war eine Wonne mit ihm vor der Kamera zu stehen. Kein Mann der Diskussionen. So einen Vater hätte ich gerne gehabt.

Aber ich hatte ihn ja.

Nur zu kurz.

Verdammt.

Adieu.

…auch wenn es nicht schön ist, das zu hören (für Gebrauchtwagenhändler).

Ich nehme also Kontakt auf-via Internet- eine Firma, die von sich schreibt:, wollen Sie Sich nicht mit unfreundlichen,unangenehmen Käufern abgeben? Wollen Sie keine dummen Fragen, auf die es nur dumme Antworten geben kann? Hey, wir verkaufen Ihr Auto…’

Klasse. Ich schick denen also ein Formular, mit Fotos, Preisvorstellung, etc. Mensch, die sind doch gar nicht so, die Gebrauchtwagenhändler, denk ich, während ich auf “send” drücke. Am nächsten Morgen erhalte ich folgende E-mail : ” Bei dem Preis überhaupt kein Interesse. Gruss, Wollner”

Also doch. Die Wollners dieser Welt, sie sind schlicht schlecht.

Ich stelle mir ein miefiges Büro über einer Autowerkstatt vor, an den rissigen Wänden Bilder von Wollner jun. oder Schafen beim Äsen.

Es riecht nach Kohlsuppe und Diesel ( die Mahlzeit des Gebrauchtwagenhändlers ). Schreckliche Menschen stellen irrsinnig beschränkte Fragen…draussen Nieselregen.

Das gönne ich Wollner. Danke

Wer meinen geliebten Jeep möchte: http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=muygpl3cjr3h

Es ist ein echter Arango.

Theater? Ich nicht.

Sep
2011
20

Der Flug von Berlin nach Wien zu den “Drei Schwestern” war extrem stürmisch, Kotztüten in Reichweite. Vor mir kreischende Teenager mit Make-up für den Rest des Jahres. Neben mir eine blonde Wienerin im Spätsommer ihrer Schönheit sagt: “Die globn, mia san im Prater”.

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